Justus

"Zeichen und Muster"

ZEICHEN UND MUSTER Lyrics by Justus
Sag' mir, auf welcher Seite stehst Du?
Sag' mir, auf welcher Seite Du stehst!
Sag' mir, wen verrätst und hintergehst Du und für wen Du durch's Feuer gehst?
Sag' mir, auf welcher Seite stehst Du?
Sag' mir, auf welcher Seite Du stehst!
Sag' mir, wen verrätst und hintergehst Du?
Auf welcher Seite stehst Du?
Jesus oder Judas, es heißt Justus, nicht Jonas. Steh' auf und tu' was, steh' auf, mach' meiner Crew Platz!
Weiß wie Gips, blau wie Crips. Treib' es bunt wie Trips und ich mach' Dich rund wie Tips.
Ich scheiße auf's Grundgesetz, ich will Grundbesitz. Es gibt keinen guten Grund dafür, dass Du mit mir sprichst.
Jesus Jonas, Justus Judas. Wenn Du wirklich meinst, Du müsstest fronten, tu' das!
Nur zu, Spast, zeig' mir alles, was Du hast! Was, Du hasst mich? Wann hast Du Dir das ausgedacht?
Kennen wir uns? Ich hab' Dich höchstens ausgelacht. Ich kann mich auf nichts verlassen, deshalb mache ich Platten.
Ü berall Elend, Schafe und Ratten. Junkies brauchen Patte, sie verkaufen ihre Matratzen.
Nutten auf der Straße verkaufen ihre Fotzen. Kids haben Hunger und kochen ihre Katzen.
Ich sag' es ungern, aber trotzdem: Alles ist zum kotzen! Die einen flotzen Bongs, die anderen hocken in der Scheiße.
Reiche dürfen alles, während Arme von jeder Streife gestoppt werden und egal ob Schwarze oder Weiße,
gefickt von den Cops, völlig ohne Beweise. Das war, was ich sah, egal wohin ich reiste.
Nennt mich bekloppt, doch ich weiß, wovon ich spreche. Freiheit und Gleichheit sind nichts weiter als Gerüchte,
nur ein Haufen dummer Sprüche irgendwelcher Verbrecher, lächerliche Versprechen! Ich darf gar nicht dran denken.
Freiheit macht uns zu Sklaven unserer Wünsche und Ängste. Gleichheit ließ uns glauben, man würde uns etwas schenken.
Aber diese Geschenke sind nichts weiter als neue Zwänge, obwohl die Grenzen verschwinden, erstickt uns die Enge,
obwohl alles perfekt passt, mehrt sich die Leere. Wir ernähren uns falsch und verlieren unsere Ehre.
Aber darf ich mich beschweren? Bitte lasst mich erklären: Meine Vorfahren erschufen diese Welt mit ihren Gewehren.
Die bleichen Europäer, gefährliche Mutanten, die sich nicht wehren konnten gegen ihre bösen Gedanken.
Ich könnte sagen, es seien die Amis oder die Banken, das wäre nicht einmal falsch, aber letztendlich verdanken
wir alles, was wir erleben, und sehen uns selbst. Wir sind alle schuldig und sei es nur durch unsere Turnschuhe.
Wir sind viel zu geduldig! Wir haben dem Geld gehuldigt und wir haben es verflucht! Wir haben zu Gott gebetet, der Teufel hat uns versucht!
Wir sind käuflich und bestechlich, häufig schwächlich und schlecht, dann wieder unübertrefflich mächtig, echt und gerecht.
Verstehst Du das?? Ich nicht, aber ich bemühe mich täglich. Ist alles unendlich, unerträglich oder ist immer noch alles möglich?
Alles bewegt sich ständig, Wahrheit lässt sich nicht finden. Nur Zeichen und Muster, die verschwimmen und dann wieder verschwinden.
Chorus: x2
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